Sommer 2007: Eine Woche auf Tour mit BAP

Sommer 2007: Eine Woche auf Tour mit BAP

Anfang Juli 2007: Die „Drei mal zehn Jahre“ Tour neigt sich ihrem Ende zu. Rund 80 Konzerte hat die Band seit den beiden Auftaktkonzerten am 14. und 15. Januar 2006 in der Kölnarena gespielt, dort allein haben 24.000 Fans mitgefeiert, insgesamt haben rund 300.000 Menschen bislang die Jubiläumstour gesehen. Abgesehen von der Hallentournee, die im März bis Sommer 2006 gelaufen ist, liegen die Dates der restlichen Tour relativ locker verteilt.Mehr ansehen

Clutching At Straws – Das Ende der Fish-Ära bei Marillion

Clutching At Straws – Das Ende der Fish-Ära bei Marillion

Das Bukowski-Album

Erschienen im ROCKS Magazin 2014

Recherchenotiz, 15. Dezember 2019: Der Text basiert im wesentlichen auf einem ausführlichen Interview, das ich mit Fish in einem asiatischen Restaurant am Karlsruher Ludwigsplatz führte. Er trank Sake, ich Cola Light. Damals war er eigentlich wild entschlossen, seinen Erstwohnsitz nach Karlsruhe zu verlegen. Er schätzte die Gelassenheit der Menschen, erzählte von der mangelnden Aggressivität. Ganz anders sehe es in seiner Heimat aus. Anfangs hatte ich den Eindruck, er wollte nicht wirklich über das Thema „Clutching At Straws“ sprechen, aber im Lauf des Gesprächs redete er sich richtig in Rage. So hatte ich ihn Jahre zuvor kennen gelernt, als er seine Tourmanagerin (?) zusammenfaltete, weil sie ihm einen gar zu frühen Flug gebucht hatte: Ein Mann, der das Herz auf der Zunge trägt, der andere – aber auch sich selbst – nicht schont. Wobei man sich immer wieder fragt: Wollen wir als Fans, als Journalisten, es wirklich alles so genau wissen? Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite sind wir natürlch nicht erst seit 2014 gespannt auf die Autobiographie des schottischen Sängers. Der nach dem Interview vorschlug, man solle doch nun noch zusammen einen Kaffee trinken gehen, gleich nebenan, seine Freundin Simoen käme auch gleich. Dann gab es zwei Stunden lang den höchst amüsanten Privat-Entertainer Derek William Dick, Anekdoten und die wahre Geschichte dieses Paares, das mittlerweile glücklich verheiratet in Schottland lebt. Aber die soll hier nicht erzählt werden….

 

1985 heben Marillion ab in den Hyperraum. Der Single Hit ›Kayleigh‹ ist schuld am plötzlichen Erfolg der Band. Die Single zieht das Album Misplaced Childhood im Juni 1985 bis auf Platz 1 der britischen Album Charts mit, die Progressive-Rock Band aus Aylesbury hat sich mit dem Erfolg in die Oberliga der Rockbands geschossen. Der Druck ist immens, als die Band sich an das Nachfolgealbum macht. Clutching At Straws wird brillant, aber ist auch der Anfang vom Ende der Ära Fish, der die Geschichte noch einmal aus seiner Sicht erzählt.Mehr ansehen

Beggars Opera

Beggars Opera

Erstmals erschienen im ROCKS Magazin 2013 / Fotos: Archiv Martin Griffiths

 Die schottische Band Beggars Opera begann als Klassik-Interpreten im Stil von The Nice (allerdings mit einer zupackenden E-Gitarre) und entwickelten sich zu Progressiv-Rockern, die Songs mit Hitpotenzial schreiben konnten. Ihren Namen hatten sie John Gays satirischem Singspiel „The Beggars Opera“ von 1727 entlehnt. Ihre ersten drei – die entscheidenden – Alben, zwischen 1970 und 1972 veröffentlicht, wurden zudem von Martin Griffiths‘ ungewöhnlicher Stimme geprägt.Mehr ansehen

40 Jahre Wishbone Ash

40 Jahre Wishbone Ash

Erstmals veröffentlicht im ROCKS Magazin 2009

Real Guitars Have Wings

6. Mai 2008, Washington DC. XM Satellite Radio Studio Session. Wishbone Ash spielen vor 50 Zuhörern ihren 1972er Klassiker Argus noch einmal live ein, für die Reihe ›Then Again Live‹. Das Prinzip: Klassische Bands spielen ihr klassisches Album. Wie Jethro Tull (Aqualung), REO Speedwagon (Hi-Infidelity) oder die Allman Brothers Band (Eat A Peach). Im Fall Wishbone Ash ist die Wiederbelebung von Argus nicht zuletzt auch eine würdige Vorbereitung der Feier des 40jährigen Bandjubiläums in diesem Jahr.Mehr ansehen

Ihre Kinder – Ihrer Zeit voraus

Ihre Kinder – Ihrer Zeit voraus

  Foto-Copyright: Günter Derleth / Privatarchiv Ernst Schultz

Am 19. Dezember 1970 passiert etwas unerhörtes im Zweiten Deutschen Fernsehen. In der Familienshow „Wünsch Dir was“ mit dem Moderatoren-Ehepaar Dietmar Schönherr und Vivi Bach, tritt ein Haufen Langhaariger mit in bunten Klamotten auf und singt „Leere Hände“. Kein Schlager, sondern eine Milieustudie über einen Entwurzelten, der gerade aus dem Gefängnis kommt. Auf deutsch! Die Band heisst Ihre Kinder – 1968 in Nürnberg gegründet. Sie sind die heute fast vergessenen Pioniere der deutschsprachigen Rockmusik in der alten Bundesrepublik.

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Satin Whale

Satin Whale

Foto-Copyright Michael Schmidt, Teldec-Bildarchiv, Musikverlag Günter B. Merkel

In den 70er-Jahren steckten vor allem englische Journalisten alles in die Schublade Krautrock, was aus Deutschland kam. Ob Can, Amon Düül, ob Birth Control und Triumvirat – mit musikalischen Kriterien hatte das wenig zu tun. Während die einen möglichst weit weg von den angloamerikanischen Vorbildern musizierten, suchten die anderen genau dort Inspiration. Zu denen gehörten die Kölner Satin Whale, die dennoch ihre ganz eigene musikalische Sprache entwickelten.Mehr ansehen

Rockpalast Revisited

Zur Erinnerung an Peter Rüchel.
Ein Text von 2009, basierend auf einem ausführlichen Interview, erstmals veröffentlicht im ROCKS-Magazin

23. Juli 1977: Die erste richtig lange Rockpalast Nacht in der ARD. Angeschlossen sieben Länder. Der damals 29jährige Peter Rüchel, er war gerade Leiter des WDR-Jugendprogramms geworden, hatte seinem damaligen Chef zwei Jahre zuvor den Vorschlag „gefilmtes Konzert, live“gemacht, und der hatte die Idee gut gefunden. Als Rüchel mit Regisseur Christian Wagner die Konzeption entwickelte, wollten sie weg von der Nummernrevue des Beatclub, weg von den Eingriffen der Regie durch allerhand Bildverfremdungen. Besonders Christian Wagner habe damals sehr puristische Vorstellungen gehabt, »wie sie Absolventen einer Hochschule gelegentlich haben, theoretischer Art: Dass die wichtigste Einstellung die Totale sein, weil sie demokratisch war, weil sie immer alle zusammen zeigte. Das war ja auch alles politisch damals«. Man einigte sich auf einen Mittelweg, der die Totale als Orientierung mit einbezog. Wenn es um Auswahl der die Bands ging, zogen sich die Herren in der Regel in ein badisches Hotelzimmer zurück: »Da hat der Christian Wagner mir dann einen möglichst schlechten Plattenspieler hingestellt, und ich habe gehört, was er mir vor-ausgewählt hatte. Der hat gedacht, nur was auf diesem beschissenen Plattenspieler noch gut klingt, ist gut«. Mehr ansehen

Birth Control

Birth Control

Erschienen im ROCKS Magazin, 2018

Birth Control lebt. Die aktuelle Besetzung anno 2018, von links nach rechts. Hannes Vesper (Bass), Manni von Bohr (Schlagzeug), Peter Föller (Gesang), Martin Ettrich (Gitarre), Sascha Kühn (Keyboards). Foto Copyright Eric Haring.

Live-Fotos: Copyright Roland Oder lightandshadow-photography.de

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