Eingetsellt am 21.10.2026
Ich traue mein Augen nicht, reibe mir die Fischbrötchen-Reste von letzter Nacht in die Ohren und lese eine Agenturmeldung: „Unbemannte veröffentlichten im Intershop .. Halt, da stimmt was nicht. Nochmal: Unbekannte veröffentlichten im Internet nach eigenen Angaben Daten, …. bei denen es sich um rund 421.000 AfD-E-Mails handeln soll“. Chef ruft an. „Schünemann, das ist eine große Sache, genau Ihr Ding. Nachdem Sie kürzlich schon enthüllt haben, dass Philipp Amthor seinen Strandkorb nicht bezahlt hat, weil er von Merkel dazu angestiftet wurde. Machen Sie! Löschen Sie das Internet! Veröffentlichen Sie die Chrupalla-Files. Ich will Flüsse aufwärts fliessen sehen. Möglicherweise ist sogar der Papst katholisch und Hitler war Antisemit. Finden Sie es raus“. Dann legte er auf. Ich überlegte, ob „Wellblech aktuell“ wirklich das richtige Medium für diese Veröffentlichung wäre. Ein solcher journalistischer Scoop passt doch eher in die Funk Uhr oder zur „Eternit-Rundschau“. Mit einem verzweifelten: „immer muss ‚Wellblech aktuell‘ die Drecksarbeit für Deutschland machen“ schalte ich den Rechner an und lese die Mails. Wirklich ganz heisser Stoff: „Gauland! Ich habe deine Badesachen wieder gefunden“, schreibt Schützenpanzer 88, „tausche sie gegen ein gefälschtes Impfzertifikat“. Panzerfaust Pimmel schreibt an Chrupalla: „Kannst Du meinde Wand tapezieren, wenn ich Dir Deutsch beibringe?“ Eine möglicherweise verwirrte Frau namens EvaBraunsMieder hat einen Limerick geschickt: „Einen blonden Herren aus Zarrenthin zog es sehr stark zu Frau Weidel hin. Er fand, dass er‘s müsste,doch als er sie küsste, rief sie: „Ich bin Thilo Sarrazin.“ Ich klappe meinen Rechner zu, lasse mich zur Ader, nehme einen Schluck „Kleiner Fiesling“ Kräuterschnaps (Ein Geschenk von von Pulf Oschardt) und gehe ins Bett, ohne mir die Fischbrötchenreste aus den Ohren zu klopfen. In diesem Sinne, blieben Sie verzweifelt, Ihre Scholastik Schünemann. Morgen mehr über die Fischbrötchenreste in Amthors Strandkorb.