16.11.2020 Ken Hensley über Elvis Presleys “Hound Dog”

16.11.2020 Ken Hensley über Elvis Presleys “Hound Dog”

Vor ein paar Tagen ist der legendäte Ken Hensley gestorben. Ich habe anlässlich dieser traurigen Nachricht ein bisschen in meinen Archiven gekramt und unter anderem gefunden, was er mir im Jahr 2008 bei einer Begegnung in Karlsruhe über einen seiner persönlichen “Urknälle” erzählt hat…..

Die 50er Jahre: In Amerika tobt die Musik des Teufels – der Rock’n’Roll ist los,. Ein Bursche namens Elvis Presley macht die Mädels verrückt, treibt die Eltern in den Wahnsinn und ruft die Moralwächter auf den Plan. Ein kleiner Knirps von nicht mal zwölf Jahren in einer englischen Kleinstadt, weit weg von den Metropolen des Rock’n’Roll, hat Glück: Wenn Du die richtigen Freunde hast, kriegst Du eben auch in einer Kleinstadt nahe London namens Stevenage/Hertfordshire den King Of Rock’n’Roll aus den USA zu hören. Der junge Mann, dessen Vater von den spinnerten Träumen seine Sohnes gar nicht begeistert ist, heißt Ken Hensley, er wird über ein Jahrzehnt später maßgeblich an der Entstehung es klassischen Uriah-Heep-Sounds beteiligt sein. Bis dahin wird sich sein Musikgeschmack auch ein wenig dorthin gedreht haben, wo ein härterer Wind pfeift.

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7.11.2020 Orange Sunset

7.11.2020 Orange Sunset

Wie ich mich einmal in Wolf Wondratschek verwandelte und kurz glaubte, ich sollte in einer Fremdsprache dichten.

 

ORANGE SUNSET

It looks like the monster is defeated

Although he tried real hard

He spit out lies, he raged and he cheated

But his latest single just didn‘t chart.

So he lost his record deal,

Hopefully he‘ll never sing again

Americas wounds might somehow heal

but probably not with that new old man.

27.10.2020 Bin ich eigentlich wahnsinnig?

27.10.2020 Bin ich eigentlich wahnsinnig?

Manchmal erinnert man sich nicht, was man so alles bestellt hat. Heute zum Beispiel. Die nette DHL-Botin bringt ein schweres Paket, mit dem man jemanden erschlagen könnte. Ich denke noch: Was hab‘ ich denn da bestellt? Und packe es aus, und es ist das: „Wandering The Face Of The Earth“ heisst es und ist die komplette Chronologie aller RUSH-Konzerte von 1968 bis zum Ende der Band. Mehr ansehen

3.10.2020 Wahn und Einheit. Erinnerungen 1990 ff.

3.10.2020 Wahn und Einheit. Erinnerungen 1990 ff.

Zwei Dinge fallen mir spontan zum „Tag der deutschen Einheit“, zwei Interviews, die ich in den darauffolgenden folgenden Jahren – weiss nicht mehr in welchen, – zum Jahrestag dieses Ereignisses führte, damals bei der Welle Fidelitas. Da war zum einen ein Telefonat mit Günter Schabowski. Man erinnert sich: der Mann, der die Maueröffnung von einem Zettel verlesen hatte. Der arbeitete von 1992 bis 1999 bei einer Wochenzeituung in Fulda. Ich suchte die Telefonnummer raus, fragte nach Herrn Schabowski, der war auch gleich dran und ich frug ganz frech, ob er mir das nochmal erklären könnte, vor ein paar Jahren, das mit dem Zettel.Mehr ansehen

25.9.2020 Cancel Kaltschale

25.9.2020 Cancel Kaltschale

Mir hat geträumt, ich wäre gecancelt

von einem bösartigen, linksgrünen Mob

Da wär ich am Ziel, von den Medien umschwänzelt

und kriegte vom Feuilleton ganz viel Lob.

Sie würden mich betten auf Samt und auf Seide,

Sie würden mich laden in Funk und TV

Lanz würde mich fragen, ob ich gar sehr leide

ich dürfte schluchzen: „Ja, so ist es, genau.“

Vor Millionen von Menschen würde ich klagen

die Presse wäre voll mit meinen Nöten

„Man darf ja hier seine Meinung nicht sagen!“

und täglich vermehrten sich meine Moneten.

„Sie werden bestimmt doch täglich bedroht?“

„Die Antifa steht seit gestern vorm Haus?“

„Linksgrün versifft, alle Sitten verroht!“

Da – huch: ein Geräusch? Ach, das war nur ne Maus!

Und doch kommt ein Anruf der Aufreger-Presse

„Wir hören, ihr Leben ist in Gefahr?“

„Ja sicher, fast hätte die Maus mich gefressen!“

„Für uns Seite eins, für Sie Honorar!“

Ich glaub, ich möcht‘ wirklich gecancelt sein,

So lässt sich‘s leben wie die Made im Speck.

Mein neues Geschäftsmodell, klein aber fein:

Ab jetzt schreib ich dumpfen, rassistischen Dreck!

19.9.2020 Hos’ verschisse, Jack’ verkack.

19.9.2020 Hos’ verschisse, Jack’ verkack.

Fotos Copyright: Nora Zimmer

Gestern abend auf dem Festplatz in der Karlsruher Heidenstückersiedlung: Open Air Lesung mit Musik – “Viel Lärm um Alles” – diesmal mit weniger Lärm. Dr. Jochen Amadeus Schmidt, Paule Popstar Lochner und meine Fettleibigkeit gastierten bei unseren Freunden vom Verein der Siedler und Eigenheimer, und es war total lustig, die Menschen hörten zu, den Worten wie der Musik. Und die Musik erlebte eine Weltprmiere: “Hos verschisse, Jack verkack” beschreibt authentisch und in eindringlichen Bildern dem Läbän in der sibirischen Provinz, wo ist nur zu ertrage mi Wodka….. Mehr ansehen

10.8.2020 Wind und Wetter….

10.8.2020 Wind und Wetter….

… in zünftiger Maskerade trotzend, setzte dieses ältere Ehepaar seinen aufopferungsvollen Ausritt über den Starnberger See fort.

 

14.5.2020 Wo sind die Türme jetzt?

14.5.2020 Wo sind die Türme jetzt?

Gestern abend um 19.00 kam es zu einer konspirativen Versammlung (unter Wahrung aller Hygienevorschriften) gegenüber dem AKW Philippsburg. Fünf offensichtlich verwirrte Mitglieder der geriatrischen Rockband Purple Haze, die in den 70er- und 80er Jahren in der Heidelberger und Karlsruher Region weltberühmt war, trafen sich aus unerfindlichen Grümden, um finstere Fotos mit unklarer Aussage zu machen, die der Redaktion dieser Facebook-Seite zugespielt wurden. Schon gegen 19.30 löste sich die Versammlung auf. Kuze Zeit später, heute morgen um 6.06 Uhr, sanken die Kühltürme wie von Zauberhand gesprengt in sich zusammen. Besteht ein Zusammenhang? Waren es diese Gestalten, die schon damals das Kraftwerk wegsingen wollten? Fragen sie ihren WIRROLOGEN!Mehr ansehen

18.4.2020 Schattenwurst vom Rolling Stone entdeckt!

18.4.2020 Schattenwurst vom Rolling Stone entdeckt!

Bandfoto: Heidrun Malcomes

Was haben wir gestaunt, als wir den aktuellen ROLLING STONE auf Seite 25 aufschlugen.
Da schreibt Eric Pfeil in seinem Pop-Tagebuch unter der Überschrift “Mysterien des Alltags” unter anderem folgendes: “Die andere Sache, die seit der letzten Tournee in mir nachhallt, ist ein Bandname, den ich auf einem Plakat in Karlsruhe entdeckte. Es ist der faszinierendste Bandname, der mir im deutschsprachigen Raum bislang untergekommen ist, ein Bandname von schönster konsonantensatter Pracht: Schattenwurst. Noch heute, Wochen nach der Erstbegegnung, flüstere ich ihn in den unterschiedlichsten Situationen vor mich hin. Ich kann den Lesern nur empfehlen, es mir gleichzutun. Gleich jetzt am besten: „Schattenwurst.“ Genießen Sie jeden Moment mit diesem Wort! Natürlich habe ich recherchiert, was sich musikalisch hinter diesem Namen verbirgt.Mehr ansehen

21.2.2020 Organieren mit Hundefleisch

21.2.2020 Organieren mit Hundefleisch

Früher habe ich nie Interviews mit Sonnenbrillen gegeben. Aber ich lerne zu lügen“… Na? Wer hat‘s gesagt, irgendwann in den 90er Jahren? Der irische Wanderprediger Bono Vox, die Mutter Teresa der Steuerflüchtigen. Und was sagt uns das jetzt? Vielleicht das: Trau keinem Rockstar-Interview? Nimm die Sonnenbrille ab, nur dann wirst du von Wahrheit und Wahrhaftigkeit durchflutet? Fragen über Fragen. Sind Interviews überhaupt sinnvoll? Ist das Künstler-Interview selbst eine eigene Kunstform? Oder ist es nur der verlängerte Waschzettel der Musikindustrie? Oder geht es vielmehr darum, dass der Fragesteller sich eigentlich für viel wichtiger hält als der Befragte? Für letzteres gibt es zahlreiche Beispiele, eines der schönsten, wenn nicht das allerschönste und zugleich peinlichste, möchte ich im Folgenden referieren: Auf Seite 26 des Hefts 3/98 der mittlerweile dahingeschiedenen Zeitschrift SPEX, die ich hier ausdrücklich nicht Musikzeitschrift nennen möchte, stand ein sehr interessantes Interview, dessen Nachhall mir, obwohl schon über zwei Jahrzehnte her, immer noch wie ein Menetekel durch die Birne rauscht und dabei seltsame Geräuche erzeugt. Mehr ansehen