Der Mief des abgestandenen Anti-Imperialismus: Nicholas Potters Buch über linken Antisemitismus. Eine Lese-Empfehlung

Der Mief des abgestandenen Anti-Imperialismus: Nicholas Potters Buch über linken Antisemitismus. Eine Lese-Empfehlung

Als ich noch ein jungdummer Vulgär-Antiimperialist war, führte ich ein Interview mit dem damaligen ARD-Nahost-Korrespondenten Friedrich Schreiber. Ich fragte ihn doch tatsächlich, ob denn Israel nicht irgendwie ein repressiver Polizeistaat sei. Das war damals common sense meiner Redaktion. Daraufhin stauchte mich Schreiber dermassen wirkungsvoll zusammen, dass ich schlagartig vor Scham im Boden versinken wollte, in mich ging und anfing, mich zu bilden. Was manche meiner „antiimperialistischen“ Freunde bis heute nicht geschafft haben. Ganz zu schweigen von den heutigen Free Palestine—Aktivisten. Deren kollektiver Wahn in Teilen dessen, was sich selbst für links hält, seine Wiedergeburt in nur schlecht als Israelkritik camoufliertem Judenhass feiert. Der zeigt sich seit dem 7. Oktober 2023 immer unverhüllter, schamloser und aggressiver in der Öffentlichkeit.

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Musikerleben

Musikerleben

Hier können Sie aber nicht parken“

Der Schlagzeuger Benny Morkross schreibt über sein Musikerleben

Groupies, Champagner, ausschweifende Parties und viel Geld: Das ist das Klischeebild des Profimusikers. Die Realität sieht aber für die meisten freischaffenden Berufsmusiker deutlkich anders aus. Benny Mokross ist einer von ihnen: Der Schlagzeuger und Percussionist spielt vor allem Jazz und Weltmusik, er hat über 3.000 Konzerte gespielt und ist auf rund 60 Tonträgern zu hören. Er berieibt ein Tonstudio und ist Dozent. Zusammen mit dem Transorient-Orchestra sowie der Glen-Buschmann-Jazzakademie erhielt er 2017 den WDR Jazzpreis.

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