Miller Anderson (mit Uli Twelker)
Woodstock, 1000 Clubs & Royal Albert Hall
Miller Anderson war in Woodstock dabei – als Gitarrist der Keef Hartley Band. Hohe finanzielle Forderungen des Managements verhinderten damals Filmaufnahmen und damit womöglich größeren Ruhm. Vielleicht hatte Anderson aber auch einfach das Glück, nie den Verlockungen des Superstar-Daseins ausgesetzt gewesen zu sein. Stattdessen machte er immer solide, nie allzuweit vom Blues entferne Musik. Mehr ansehen
Fritz Werner Haver
BAP – Nach dreissig Jahren
Natürlich ist das ein Buch für Fans, die BAP auch heute noch die Treue halten, und kein Historienschinken für Nostalgiker. Denn der Fotoband von „Dr. Fritz“ zeigt ausschließlich die derzeitige Besetzung der Kölner bei der Arbeit. Beginnend mit der SONX-Tour über die Studioarbeit am „Dreimal zehn Jahre“-Album führt die Fotosafari zu Wolfgang Niedeckens Leseabenden und Solo-Konzerten mit der WDR Bigband und schließlich zum Auftakt der Jubiläumstour in der Kölnarena.Mehr ansehen
Phil Collins
Da kommt noch was (Not Dead Yet)
Die Autobiographie
Stars, die ihre Autobiografie selbst ohne Ghostwriter-Hilfe schreiben, sind eher selten. Traut sich einer dennoch mal, entsteht meistens ein eher dröges Buch, das das gelebte Leben nur unzuzreichend abbildet. Phil Collins ist anders. Der Mann hat sich – trotz Abermillionen verkaufter Tonträger – einen gewissen Working Class Charme, gepaart mit augenzwinkernder Selbstironie bewahrt.Mehr ansehen
Jürgen Roth, Michael Sailer
Deep Purple: Die Geschichte einer Band
„Es würde mehr Spaß machen, mit Saddam Hussein auf der Bühne zu stehen als mit Ian Gillan“, hat Ritchie Blackmore 1999 gesagt. Da stand er schon ein halbes Jahrzehnt lang nicht mehr mit Ian Gillan auf der Bühne, dafür aber mit seiner Verlobten Candice Night. Warum das nicht gut ist, und warum Blackmore und Gillan nicht miteinander konnten, das ist in der neuen Deep Purple Biographie von Jürgen Roth und Michael Sailer nachzulesenMehr ansehen
Jürgen Roth, Michael Sailer.
Deep Purple. Die Geschichte einer Band
„Es würde mehr Spaß machen, mit Saddam Hussein auf der Bühne zu stehen als mit Ian Gillan“, hat Ritchie Blackmore 1999 gesagt. Da stand er schon ein halbes Jahrzehnt lang nicht mehr mit Ian Gillan auf der Bühne, dafür aber mit seiner Verlobten Candice Night. Warum das nicht gut ist, und warum Blackmore und Gillan nicht miteinander konnten, das ist in der neuen Deep Purple Biographie von Jürgen Roth und Michael Sailer nachzulesen. Mehr ansehen
Als ich noch ein jungdummer Vulgär-Antiimperialist war, führte ich ein Interview mit dem damaligen ARD-Nahost-Korrespondenten Friedrich Schreiber. Ich fragte ihn doch tatsächlich, ob denn Israel nicht irgendwie ein repressiver Polizeistaat sei. Das war damals common sense meiner Redaktion. Daraufhin stauchte mich Schreiber dermassen wirkungsvoll zusammen, dass ich schlagartig vor Scham im Boden versinken wollte, in mich ging und anfing, mich zu bilden. Was manche meiner „antiimperialistischen“ Freunde bis heute nicht geschafft haben. Ganz zu schweigen von den heutigen Free Palestine—Aktivisten. Deren kollektiver Wahn in Teilen dessen, was sich selbst für links hält, seine Wiedergeburt in nur schlecht als Israelkritik camoufliertem Judenhass feiert. Der zeigt sich seit dem 7. Oktober 2023 immer unverhüllter, schamloser und aggressiver in der Öffentlichkeit.
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Suze Rotolo
Als sich die Zeiten zu ändern begannen
Erinnerungen an Greenwich Village in den Sechzigern
Suze Rotolo war die Muse von Bob Dylan zur Zeit von „The Freewheelin‘ Bob Dylan“. Sie ist das Mädchen, das mit ihm auf dem Cover zu sehen ist, und das auch das Cover ihres Erinnerungsbuches ziert. Sie war die Inspiration zu Songs wie „Don’t think twice it’s allright“ – und doch geht es in diesen Erinnerungen um viel mehr als diese drei Jahre, in denen sie „die Frau an seiner Seite“ (als die sie nicht gesehen werden wollte) war. Wer sensationelle Enthüllungen, intime Details oder gar den endgültigen Einblick in Dylans Denken erwartet, wird enttäuscht. Mehr ansehen
Uli Twelker
Georgie Fame – There’s Nothing Else To Do
1959 wurde der 16jährige Pianist Clive Powell aus Leigh bei Manchester zu Georgie Fame. Schuld daran war der Impressario Larry Parnes, der ein Händchen fürs Geld machen und das Erfinden von Künstlernamen hatte. Es hätte schlimmer kommen können: Ob aus Georgie Fame unter dem Namen „Lance Fortune“ wohl was geworden wäre, bleibt dahingestellt. Mehr ansehen
Frank Schäfer
Talking Metal
Headbanger und Wackengänger. Die Szene packt aus
Frank Schäfer stellt den richtigen Leuten die richtigen Fragen, deshalb ist es auch durchaus verdienstvoll, sich dem Innenleben der Metal-Szene in Interviewform zu nähern. Schäfer ist Fan, Journalist und Musiker. Er stellt nicht einfach Fragen, er diskutiert seine Themen mit den Interviewpartnern, die durch die Bank Überzeugungstäter sind: der Produzent, der Musiker, der Journalist, der Festival-Veranstalter, der Roadie u.a.. Mehr ansehen
Frank Schäfer
Metal Antholögy
Ansichten und Meinungen eines Schwermetallsüchtigen
Natürlich ist der Titel Etikettenschwindel: Hier gibt es nichts nachzuschlagen, als Lexikon taugt das Buch nix. Eher schon als Reiseführer durch den Kopf des Autors, in dem ganztägig die Gitarren sägen, das Dosenbier schwappt und der Mitteilungsdrang in Sachen Metal und Artverwandtes nach wie vor ungebremst ist. „Ansichten und Meinungen eine Schwermetallsüchtigen“, der Untertitel, trifft es ganz gut.Mehr ansehen