20.11.2019 Es geht voran!

20.11.2019 Es geht voran!

Die erste „bundesweite“ Rezension ist erschienen. GOOD TIMES Autor Uli Twelker hat sich das Buch vorgenommen und schrob obenstehendes. War zwar nie Radio-DJ, aber abgesehen davon hat er richtig erkannt, worum es geht. Thank You ever so much. Im Gegenzug möchte ich hier mal Ulis letztes Buch empfehlen. Voila:Mehr ansehen

16.11.2019 Die erste Rezension von „Viel Lärm…“

Kollege Andreas Jüttner hat in den BNN mein Büchlein rezensiert. Uns was soll ich sagen, ich krieg‘ einen roten Kopf….

 

Als wäre man mittendrin im Konzert

„Viel Lärm um Alles“: Buch mit 105 Rezensionen aus knapp 20 Jahren von BNN-Autor Thomas Zimmer

„Konzerte zum Lesen“ verspricht der Untertitel des Buchs „Viel Lärm um Alles“ des Karlsruher Musikkritikers Thomas Zimmer. Und entgegen des Bonmots, über Musik zu schreiben sei wie über Architektur zu tanzen, löst es dieses Versprechen auch ein. Denn Zimmer hat das Gespür dafür, die Stimmung eines Ereignisses so in Worte zu fassen, dass man meint, mittendrin dabei zu sein.   Etwa wenn der Songwriter Chris Eckman im Jubez eine Strophe lang nur eine Saite zupft. „Wenn nach drei Minuten der erste Akkord fällt, hört man Breitwandfilme.“ Oder wenn die Metal-Queen Doro im Substage ihr Publikum mitreißt: „Und immer dann, wenn es alle ahnen, geht der Drummer auf Halftime, und jeder Luftgitarrist, der etwas auf sich hält, greift sich gleißend in den Schritt.“ Ein solches Bild sagt mehr als tausend Titel- oder Stilauflistungen. Genau wie die Beschreibung, die Band des alten Bluesrecken Chris Farlowe spiele „tight und furztrocken wie ein Kaktus neben einer rostigen Zapfsäule“.

Wer „objektive“ Beschreibungen aus dem Musik-Almanach sucht, ist hier offenkundig ebenso falsch wie Menschen, deren CD-Sammlung nach „Rezensionen“ aus Elektronikmarkt-Werbeheftchen zusammengestellt ist. Zimmers Texte sind so subjektiv, wie eine aufrichtige Auseinandersetzung mit Musik im Idealfall sein sollte. Wobei subjektiv nicht bedeutet, dass hier eine Einzelmeinung zum unfehlbaren Urteil erhoben wird, sondern dass eine Meinung formuliert und begründet wird.

Das erfolgt nicht immer zur Freude jener Fans, die sich, wie es im Vorwort heißt, nur in ihrer Heldenverehrung bestätigt sehen wollen, und deren mitunter per Leserbrief eintreffende Widerworte im Buch ebenfalls Platz finden. Doch das Buch entkräftet jeden Verdacht, Zimmer erfülle das Kritikerklischee des verissfreudigen Scharfrichters: Unter 105 Texten aus knapp 20 Jahren, alphabetisch geordnet von Bryan Adams bis ZZ Top, zeugen nicht mal zehn von grundlegendem Unbehagen. Das entzündet sich vor allem an allzu platten Posen und wohlfühliger Bravheit, sei es im bemühten Mittelalter-Folk des Ritchie-Blackmore-Projektes „Night“, im offensiven Publikumsliebhaben von Deutschpop-Star Bosse oder in den Pseudo-Folksongs der Mighty Oaks, die „Binsenweisheiten und Allerweltsgefühle als nachdenkliche Poesie verkaufen wollen“.

Vollauf begeistert hingegen ist der Rezensent oft von Konzerten, bei denen härter gerockt wird, was aber nicht ausschließlich mit der Musikrichtung zu tun hat, sondern mit der dort oft zu erlebenden Spielfreude. Über das Konzert von Danko Jones 2004 im Substage sinniert er sinngemäß: Würde der KSC seine Angriffe mit der gleichen Intensität vortragen, dann wäre das gegnerische Tor weg und der Strafraum ein Krater. Hardrock-Scheuklappen sucht man dennoch vergebens: Das Buch zeugt auch von Begeisterung für die Freigeister Guru Guru, die erdverbundenen Hooters oder die in alle Stilrichtungen offenen Jewish Monkeys. Und eine Pur-Rezension, die seinerzeit einigen Lesern offenbar zuwenig lobende Superlative enthielt, beleuchtet die oft übersehenen musikalischen Qualitäten der Band.

Zugegeben: Eine unvoreingenommene Rezension dieses Buches ist auf dieser Seite nicht möglich. Schließlich waren hier fast alle der im Buch versammelten Texte in den vergangenen 20 Jahren schon mal zu lesen, denn Thomas Zimmer schreibt seit Ende der 90er Jahre für diese Zeitung. Laut Klappentext auch, um „nagende Schuldgefühle“ aus seiner Zeit beim privaten Rundfunk abzutragen, wo er ab den 80er Jahren „auch verantwortlich für die Versendung von musikalischem Müll“ gewesen sei. Streift man nun aber durch dieses Buch, möchte man nicht nur sofort aufs nächstmögliche Konzert gehen, sondern hofft auch, dass diese Schuldgefühle noch eine Weile anhalten. Andreas Jüttner

Thomas Zimmer: Viel Lärm um Alles. Selbstverlag. 236 Seiten, 14,90 Euro. Erhältlich in der BNN-Geschäftsstelle Lammstraße 1-5, in der Stephanus-Buchhandlung sowie beim Rock-Shop.

 

12.11.2019 Perfect Strangers wird 35

12.11.2019 Perfect Strangers wird 35

Lese gerade, dass es der Tag ist, an dem vor 35 Jahren „Perfect Strangers“ erschien, das Reunion Album der lautesten Jazzband der Welt – Deep Purple. Oh ja, damals war ich zwar immerhin schon 28 Jahre alt – also kein pubertierender Fanboy mehr – aber das hat in mir ähnliche pulsierende Obliterationen ausgelöst wie seinerzeit, also sellemols auf gut kurpfälzisch. „Ich muss jetzt in den Plattenladen, und wenn der 500 Kilomneter weit weg ist und ich durch einen Feuerreifen springen muss!“, karfunkelte es in mir.Mehr ansehen

9.11.2019

9.11.2019

Ich habe die Zukunft des Rock’n’Roll gesehen.

5.11.2019 Mail For You

Heute im Spam-Ordner Post von Einhard Burkhard, Engelmar Knopf, Notfried Pfaff, Friedwin Zielke, Christopherus Niemeyer und einer obskuren Oslinde (ohne Nachnamen). Ich beginne ernsthaft zu überlegen, ob diese Figuren nicht ein herrliches Personal für einen Roman aus einer Parallelwelt abgeben könnten.

27.10.2019 Bei uns zuhaus

27.10.2019 Bei uns zuhaus

Bröselmaschine CD-Release-Party

Ein Jahr nach dem 50jährigen Bandjubiläum und nur zwei Jahre nach Indian Camel hat Bröselmaschine, die Duisburger Rock-Institution in Sachen grenzenloser musikalischer Freiheit ein neues Album am Start. Elegy spannt den Bogen von Folk über Weltmusik bis Metal und klingt erstaunlich jung. Das sollte mit einer raschenden Releaseparty begangen werden.
Duisburg, Grammatikoff, Sonntagabend, Ein kuscheliger Club im Dellviertel. Nebenan das Programmkino, daneben eine Kneipe mit Hausbrauerei. Der perfekte Ort für ein Release-Konzert von Bröselmaschine. Ich war da, und es war großartig. In musikalischer und in menschlischer Hinsicht. Und kosmisch war es auch. Wie meinen? Nein, ich habe nichts geraucht. Mehr ansehen

24.10.2019 Das Buch ist da!

24.10.2019 Das Buch ist da!

Geschafft! „Viel Lärm um Alles“ ist da, im Arbeitszimmer stapeln sich 1000 Exemplare. Die ersten Rezensionsexemplare sind verschickt, die Buchhandlungen bestückt. Un dwas soll das alles? Hintendrauf steht Folgendes: Konzert verpasst? Kein Problem: Diese einzigartige Mediathek ist eine krasse neue Erfindung: Man kann sie in die Hand nehmen und Seiten umblättern! Sie braucht keinen Strom, handelt aber meistenteils von Stromgitarren und dem sonstigen Lärm drum herum. Von Bryan Adams bis ZZ Top ist alles drin. 105 Konzerte zum Nachlesen aus 20 Jahren – allesamt erschienen in den Badischen Neuesten Nachrichten. Lobhudeleien, Ratlosigkeit, ironische Distanz und Boshaftes finden sich in diesem höchst subjektiven Panoptikum der Dezibel-Ritterei. Nicht zu vergessen fachkundige Verbesserungsvorschläge der Leser.Mehr ansehen