Live Radio City Music Hall 2007

SPV/Steamhammer / VÖ: 27.8.2007

Ganz fett

Sie heißen nicht Black Sabbath, weil sie aus irgendwelchen vermutlich juristischen Gründen nicht sollen. Aber sie sind Black Sabbath, Phase “The Dio Years”, die hymnischste Variante also. Tony Iommi. Geezer Butler, Ronnie James Do und Drummer Vinnie Appice tun genau das, was sie in den wenigen Jahren ihrer damaligen Zusammenarbeit ach taten:

Sie pumpen die Blaupause einer schwer lastenden, unglaublich zähen, fetten und doch warmen und anheimelnden Spielart des Metal ins Auditorium und stellen selbst mit dieser eher durchschnittlichen Performance wieder mal klar: der Spirit von Black Sabbath mag zwar oft kopiert worden sein, aber nie erreicht. Akklein Iommis Riffs (besonders in „Children of The Sea“ oder „The Sign of the Southern Cross“ hätten einen Nobelpreis verdient, gäbe es denn einen für “prototypisches Lava-Metal-Gitarren-Herumfuhrwerken in gebremsten Tempi“. Der Sound ist selbstredend besser als auf den der Performance zugrunde liegenden Studiowerken, und die Löcher, die Iommis erratisches Solospiel gelegentlich lässt – die sind halt da und bleiben auch da. Und Herr Dio singt wie immer ganz oben auf dem hohen Berge. Wer sich noch die DVD zulegt, kann ihn mysteriös fuchteln sehen.

8/10