Vanden Plas (2020)

Vanden Plas (2020)

Opulente Geisterstunde

Nach einigen Jahren, in denen sich die Kaiserslauterner Progressive Metal Band Vanden Plas vor allem auf die Arbeit für große Theaterinszenierungen konzentrierte, erschien 2019 mit The Ghost Experiment – The Awakening ein weiteres Bandalbum. Schon ein Jahr danach legt das Quintett mit Illumination den zweiten Teil vor, der neue Facetten der Musik des Quintetts offenbart.

Bandfotos: Copyright Janik Wagner

Die Geschichte hinter den beiden Alben basiert auf einer tatsächlichen Begebenheit, auf die Andy Kuntz vor einigen Jahren stieß, dem sogenannten Philip-Experiment. Ein Forschertaem in Toronto hatte damals verucht, allein durch die Kraft der Gedanken einen Geist heraufzubeschwören, den sie Philip nannten – und damit nachzuweisen, dass Geisterscheinungen nur ein Produkt menschlicher Fantasie sind. Von dieser Geschichte ausgehend erschuf Kuntz seine Hauptperson Gideon Grace, die eine dramatischen Kampf gegen die Mächte der Finsternis führt. Mehr ansehen

Vandenbergs Moonkings

Vandenbergs Moonkings

Moonkings

Mascot Records / VÖ: 21.2.2014

Direkt aus der Röhre

Der Auftakt ist nach Mass: dreckiger Biker-Rock’n‘ Roll, in dem Herr Vandenberg in einem sprudelnden Solo vorführt, dass man so was in einem hart rockenden Kontexte spielen kann, ohne in Metal-Klischees zu verfallen. Wie überhaupt das ganze Album weit davon entfernt ist, 80er-Jahre-Sünden neu aufzuwärmen. Mehr ansehen

Vanderveen, Ad

Vanderveen, Ad

Faithful To Love

Sonic Records / Blue Rose / VÖ: 22.5.2009

Das Material von Vanderveens aktueller CD „Faithful To Love“ handelt von den Menschen, der Liebe, Vertrauen, der Erfahrung des Alterns. Die musikalischen Mittel, die dem Holländer mit kanadischer Familie zu Gebote stehen, reichen von Country über Blues bis Folk. Mehr ansehen

Vdelli (2014)

Vdelli (2014)

Ein Bluesbär aus Down Under

Vdelli in der Kulturhalle Remchingen, 26.1.2014

Da schlurfen drei Mann lässig auf die Bühne der Remchinger Kulturhalle, ohne dramatische Intro-Musik, ohne Angeberposen. Nicht einmal ein großer Knaller zu Beginn des Konzerts, stattdessen federndes Blues-Feeling, und das auch noch mit einer Fremdkomposition: Willie Dixons „Spoonful“, seinerzeit von Cream populär gemacht, wir elastisch ausgelotet. „Some Blues and some Rock“, ist die Devise des australischen Gitarristen Michael Vdelli und seiner kongenialen Sidemen Ric Whittle am Schlagzeug und Leigh Miller am Bass. Deren Tun mit der Überschrift „Die Rückkehr des Powertrios“ nur unzureichend beschrieben wäre.Mehr ansehen

Vega, Suzanne (2014)

Vega, Suzanne (2014)

Spröde Königin der Rätsel

Suzanne Vega, Tollhaus-Zeltival, Karlsruhe, 23.6.2014

Wenn Amerikaner Leonard Cohen lieben, sagen sie: „Ich mag Leonard Cohen, aber nur, wenn ich in einer bestimmten Stimmung bin“. Das erzählt Suzannne Vega bei ihrem Zeltival-Auftritt zu der transatlantischen Liebesgeschichte „Gypsy“. Die Engländer dagegen würden sich unabhängig von der Stimmung Cohen hingeben, „weil sie nicht den Druck verspüren, ständig fröhlich zu sein.“ Mehr ansehen

Vibravoid

Vibravoid

2001. 15th Anniversary Re-Mastered Edition

Stoned Karma Records / VÖ: 7.9.2018

Die Düsseldorfer Band gilt als eine Aushängeschild des Psychedelic Rock, das mit seinem 2000 erschienen Debütalbum dem Genre neues Leben einhauchte. Das Wiederhören führt zur Erkenntnis: Das Genre bietet in sich so viele Facetten, dass einem bei Hinhören genauso schwindlig werden kann wie beim Betrachten des Covers.Mehr ansehen

Vitesse

Vitesse

 Live At Rockpalast 1979

MiG / VÖ: 27.3.2020

Herman Brood hat in dieser Band vorher Gitarre gespielt, Cartl Carlton danach. Manche kennen Vitesse nur wegen dieser Namen, und vielleicht waren die häufigen Besetzungswechsel für die Popularität dieser Band nicht gerade förderlich. Die Musik aber war hoch dynamisch: Das niederländische Quartett liebte es nicht unbedingt immer schnell, wie der Bandname suggerieren könnte, aber seine Songs waren meist kurz und kamen flugs auf den Punkt. Mehr ansehen

Von Goisern, Hubert (2016)

Von Goisern, Hubert (2016)

Cajun und Blues aus Oberösterreich

Hubert von Goisern im Tollhaus, Karlsruhe, 20.10.2016

Die Leute dort in Louisiana, die seien eigentlich genauso wie die eigenen Landsleute: „Die genügen sich selbst“, stellt Hubert von Goisern mit Blick auf seine USA-Studienreise vor einigen Jahren fest. Aber auch positive Erfahrungen hat er dort gemacht: dass nämlich die eigenen oberösterreichischen musikalischen Wurzeln nicht weit weg von dem sind, was dort angesagt ist, von Country, Cajun und Zydeco. Die eingeschworene Fangemeinde kennt das schon, schließlich hat von Goisern sein „sumpfiges“ Album „Federn“ 2014 schon ein halbes Jahr vorm Erscheinen erstmals live vorgestellt. Ein Publikum, das offen für ein solches Experiment ist, kommt gerne wieder, wenn sich das Material im eigenen Bewusstsein gesetzt hat.

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Von Hertzen Brothers

Von Hertzen Brothers

VII – War Is Over

Mascot Records / VÖ: 3.11.2017

Ein Kessel Buntes

Anfang und Ende setzen deutliche Signale: Mit zwei überlangen Songs – dem lebhaften Titelsong und dem hypnotisch-mystischen ›Beyond The Storm‹ machen die Finnen klar, dass sie sich (wieder) die Freiheit nehmen, jedwedem musikalischen Geistesblitz zu folgen, und schlage er noch so sehr Haken. Die ewige Frage, ob das nun Progressive Rock, Hardrock oder gar Pop im weitesten Sinne sei, ist müssig. Sie mischen alles ohne Scheuklappen. Mehr ansehen

Von Hertzen Brothers

Von Hertzen Brothers

Nine Lives

Spinefarm / 18.3.2013

Die spinnen, die Finnen

Insomniac‹ klingt wie ein normaler moderner Rocksong, aber dann ist da diese alles überdengelnde Kuhglocke des Wahnsinns, kurz drauf singen die Engel. So fängt es an, so geht es weiter. Sie reißen ständig Erwartungshaltungen ein. Ganz normaler Hardrock ist nicht ihr Ding, obwohl man in jedem Stück subkutan hört, dass sie das auch können.Mehr ansehen