Styx

Styx

The Grand Illusion/ Pieces Of Eight

Edel / VÖ: 1.1.2017

Zeitreise im Theatersessel

Der Konzertbeginn und damit die Einladung zur Zeitreise zitiert den Star Wars Vorpann, und genau darauf nimmt sie auch Bezug: 1977 kam er erste Star Wars Film ins Kino, 1977 erschien Styx‘ Erfolgsalbum The Grand Illusion, ein Jahr später Pieces Of Eight. Die beiden Alben hintereinander aufzuführen, macht Sinn, denn sie sind stilistisch aus einem Guss, und haben bis heute den nötigen Massenappeal. Styx zu mögen gehört zu den „Guilty Pleasures“ gesetzterer Menschen in der Mitte des Lebens, die auch wissen, dass Gimmicks wie das drehbare Keyboard eigentlich Affentheater sind – aber in diesem Kosmos ihre Berechtigung haben,Mehr ansehen

Styx

Styx

 Live At The Orleans Arena Las Vegas

Eagle Records / VÖ: 24.7.2015

Vielarmige Banditen

Mächtig und pompös, vollkommen aus der Zeit gefallen. Darf man das? Styx dürfen das. Warum? Weil sie es können. Es ist eine geradezu anmaßende und doch sympathische Klangarchitektur, aus der sich Band ihre Kathedrale baut. Ihre Sturheit, mir der sie das unbeirrbar durchziehen und immer noch verfeinern, ist bewundernswert. Mehr ansehen

Suchtpotenzial (2019)

Suchtpotenzial (2019)

Frontalangriff auf Herz und Hirn

„Suchtpotenzial“ im Tollhaus, Karlsruhe, 16.11.2019

Foto: Copyright Tollhaus Karlsruhe / Foto von 2021

2011 haben sich Ariane Müller und Julia Gámez Martin am Theater in Ulm kennengelernt, bei der gemeinsamen Arbeit an den Musicals „Hair“ und „Rocky Horror Show“. So ausgestattet mit dem Handwerkszeug, das man als Musicaldarstellerin nun mal drauf hat, müssen sie ihre komischen Talente entdeckt haben, die sie seither in ihrem Joint Venture Suchtpotenzial konsequent und zunehmend erfolgreicher weiterentwickeln. Ihr Frontalangriff auf Herz und Hirn bedient sich aller Mittel der Darstellungskunst: Gámez Martin ist vor allem als Sängerin eine Kanone, die öfter mal eskaliert, Ariane Müller gibt die inspirierte Furie am Klavier. Beide zusammen haben ein nie versagendes Gespür für das richtige Timing, das sie auch in den improvisierten Momenten nie verlässt. Wobei man immer den Eindruck hat, dass das scheinbar Spontane exakt einstudiert ist. Und umgekehrt.Mehr ansehen

Sweet: Gar nicht mal so süß (2012)

Sweet: Gar nicht mal so süß (2012)

Von Bubblegum bis Metal

Die Story erschien erstmals 2012 im ROCKS

 

Für die einen waren The Sweet grell geschminkte Bubblegum-Poser, die musikalisch nicht viel draufhatten und als willfährige Marionetten des Songschreiberduos Chinn & Chapman vergängliches Radiofutter am Fließband raushauten. Die anderen drehten ihre Singles um und kauften die Langspielplatten, denn da tat sich eine musikalische Welt zwischen Deep Purple und Led Zeppelin auf. Swett Gitarrist Andy Scott hält Rückschau auf die beiden Seiten der Medaille

 

„Ich habe uns immer beschrieben als Kreuzung aus Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich und Led Zeppelin“ schmunzelt Andy Scott. Soviel zur Kurzfassung, damit schalten wir um zur Langfassung. Sommer 1970: Die Band Sweet – damals bestehend aus dem Sänger Brian Connolly, Bassist Steve Priest, Drummer Mick Tucker und Gitarrist Mick Stewart ist mit ihrem Latein am Ende: Ihre bisherigen Singles haben nicht den erhofften Durchbruch gebracht, Gitarrist Stewart wirft das Handtuch. In diesem Moment treten zwei aufstrebende junge Songschreiber auf den Plan: Nicky Chinn und Michael Chapman. Phil Wainman, Produzent der erfolglosen Singles, arrangiert ein Treffen, zur gleichen Zeit wird Andy Scott der neue Gitarrist der Band. Der erinnert sich: »Wainman hörte in Brians Stimme ein kommerzielles Potential. Ich glaube nicht, dass er in ihm einen Superstar sah, sondern eher eine Stimme, die man formen konnte. Er war nicht der Typ wie Robert Plant, der sagt: So singe ich, du kannst es mögen, oder es sein lassen«.Mehr ansehen

Sylvan, Nad

Sylvan, Nad

The Bride said No

Inside Out Music / VÖ 26.5.2017

Gepflegte Langeweile

Eine lange Liste herausragender Gastmusiker macht noch kein brillantes Album. Nad Sylvans ambitioniertes Werk (der zweite Teil der Vampirate-Trilogie) beschäftigt unter anderem Steve Hackett, Guthrie Gowan, Roine Stolt, Tony Levin und Nick D’Virgilio. Hochfahrende Fanfaren, kantige Riffblöcke gibt es da zu Beginn. Chöre, Dramatik, bemühte Tiefe. Mehr ansehen

Sylvan, Nad

Sylvan, Nad

Courting The Widow

Inside Out / VÖ: 16.10.2015

Mit vollen Segeln in die Düsternis

Nach seiner überzeugenden Einführung in den Prog-Olymp als Sänger von Steve Hacketts Genesis-Nostalgie-Trips kann Nad Sylvan für sein erstes Soloalbum seit 2003 auf eine erlesene Gästeschar von Hackett und Roine Stolt über Bassist Nick Beggs bis hin zu den Trommlern Nick D’Virgilio und Doane Perry zurückgreifen. Die setzen diesem Album zwar einige zusätzliche Glanzpunkte auf, aber das Entscheidende sind diese gelungenen Kompositionen, deren Protagonist zum guten Teil die rätselhafte, finstere Figur des „Vampirate“ ist. Mehr ansehen

Synaesthesia

Synaesthesia

Synaesthesia

Giant Electric Pea / VÖ: 27.1.2014

Die Welt schön gefrickelt

Hinter Synaesthesia steckt der 20jährige Multi-Instrumentalist Adam Warne, der komponiert und bis auf die Gitarrenparts alle Instrumente selbst gespielt hat. Drei Jahre hat es vom ersten Demo bis zum fertigen Produkt gedauert, das IQ-Gitarrist Mike Holmes produziert hat. Mehr ansehen

Tangent, The

Tangent, The

The Slow Rust of Forgotten Machinery

Inside Out / VÖ: 7.7.2017

Es ist bereits das neunte Album der höchst produktiven Band um den Keyboarder, Komponisten und Sänger Andy Tillison. Der jenseits seiner musikalisch hochkomplexen Kunst eine politische Botschaft hat. Den verantwortungslose nationalistische Politiker, die Boulevardpresse und das Idiotenfernsehen beschäftigen. Mehr ansehen

Tangent, The

Tangent, The

A Spark In The Aether. The Music That Died Alone – Volume Two

Inside Out / VÖ: 17.4.2015

Für das neunte Album dieser immer wieder neu bestzten Band hat Multi-Instrumentalist Andy Tillison ein hochkarätige Mannschaft zusammengetrommelt: Mit Jonas Reingold (Bass), Theo Travis (Saxofon und Flöte), Luke Machin (Gitarre) und Morgan Ågren (Schlagzeug) hat er eine für Tangent-Verhältnisse leicht zugängliche Scheibe geschaffenMehr ansehen

Tarja

Tarja

My Winterstorm

Universal / VÖ: 19.11.2007

Es klingt wie ein Konzeptalbum und es ist doch keines. Es ist keine Filmmusik und klingt doch danach: Tarja Turunen, die ehemalige Sängerin von Nightwish, hat ihr erstes eigenes Album vorgelegt, auf dem nichts zu hören ist, was man erwartet hätte.Mehr ansehen